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Horror aus Österreich: Ich seh ich seh

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Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist… gruselig. (Foto: Koch Media)

Gute Horrorfilme müssen nicht aus den USA, Frankreich oder Asien kommen. Auch unsere direkten Nachbarn lehren uns das Gruseln.

Dass renommierte Medien, die für ihren Kunstsachverstand bekannt sind, einen Grusel-Thriller loben, ist etwas besonderes. Denn Hochkultur sucht man im Horror-Fach oft vergebens. Kein anderes Filmgenre bietet eine derart große Bandbreite von Kunst bis Trash wie die Gruselstreifen.

Wenn also die FAZ einen Film wie „Ich seh ich seh“ mit „grandios“ adelt, Die Zeit den Streifen „großartig“ findet, der Tagesspiegel von „großer Kunst“ schreibt und die Kino-Redaktion des bayerischen Rundfunks (Kino Kino) vom „besten deutschsprachigen Horror-Thriller seit langem“ spricht, ist das mehr als bemerkenswert.

Die Handlung

Idylle und Albtraum können sich näher sein als man denkt … In einem abgelegenen Haus am Waldrand genießen zwei Zwillingsbrüder die Sommerferien. Lukas und Elias streunen zwischen Waldsee und Maisfeld umher und können die Ankunft ihrer Mutter kaum erwarten.

Als diese jedoch nach einem Unfall aus dem Krankenhaus mit einbandagiertem Gesicht zurückkehrt, ist es vorbei mit der Unberschwertheit. In der strengen Frau, die nun das Regiment im Haus übernommen hat, können sie ihre Mutter kaum wiedererkennen.

Alle früheren Gewissheiten ihres Lebens sind verschwunden und absurd wirkende paranoide Ideen gewinnen immer mehr die Oberhand. Während die Mutter versucht, den sich regenden Widerstand der Kinder im Keim zu ersticken, machen sich Lukas und Elias daran, die grausame Wahrheit herauszufinden.

Ein existentieller Kampf um Identität und Urvertrauen entspinnt sich – und wird zum Überlebenskampf.

Die österreichische Antwort auf „Shining“

Dass die Österreicher es drauf haben, die Kinozuschauer zu schockieren, wissen wir spätestens seit „Funny Games“ und „In 3 Tagen bist du tot“.

Das Regie-Duo Veronika Franz und Severin Fiala präsentieren ein Familiendrama von der Tragweite einer klassischen Tragödie mit den Mitteln des modernen filmischen Schauermärchens.

Was die Familie im Innersten zusammenhält wird mit der Präzision eines Seziermessers auseinander genommen. Was passiert, wenn das Urvertrauen zu bröckeln beginnt und einer existenziellen Verlustangst weicht?

Der Gesichtsverlust im Familienkern wird mit einer Intensität erzählt, die für die Nerven der Zuschauer zur Zerreißprobe wird.

Lassen Sie sich nicht von der harmlos wirkenden FSK-Altersangabe ab 16 täuschen: Sie werden bei „Ich seh ich seh“ mehr Angst haben als bei einem Splatterfilm ab 18. Weil das real vorstellbare Grauen in einem vermeintlichen Familienidyll tiefer geht als surreal überzogene Special Effects.

Produzent von „Ich seh ich seh“ ist Ulrich Seidl (Paradies: Liebe, Hundstage). Wie wichtig der Film ist zeigt sich auch in dem Umstand, dass er für Österreich ins Rennen um den Oscar geht – in der Kategorie „Bester Fremdsprachiger Film“.

Bei uns hat „Ich seh ich seh“ schon gewonnen – in der soeben ins Leben gerufenen Kategorie „Bester deuschsprachiger Horror-Thriller“.

Vertrieb: Koch Media

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